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Konkrete Hilfeleistungen vor Ort
Die Situation der AIDS-infizierten Kinder ist besonders problematisch. Zunächst ist es äußerst schwierig, dafür überhaupt Pflegepersonal zu verpflichten, weil wegen mangelnder Information und Aufklärung beim Personal eine große Furcht vor Ansteckung besteht. Hinzu kommt, daß sehr viele dieser Kinder zwar HIV-positiv aber nicht mehr infektiös sind. Sie werden jedoch nicht aus der Klinik entlassen, weil niemand weiß, wo und wie sie untergebracht werden können, da es sich dabei ausschließlich um Waisenkinder handelt. Die Kinder werden in der Klinik nur mit dem Allernötigsten versorgt, niemand kümmert sich um sie, so daß sie in jeder Beziehung völlig unterentwickelt sind. Keines der Dreijährigen ist "sauber" und keines dieser Kinder spricht ein einziges Wort! Schwester Agatha (s. Fotos) macht zusammen mit der ehemaligen Sozialarbeiterin Marina Nikolajewa zwar täglich einen mehrstündigen Besuch in beiden Kliniken, das reicht aber bei weitem nicht aus. Derzeit wird ein heruntergekommenes Gebäude durch die Curia saniert und renoviert in der Hoffnung, daß die Stadtadministration anschließend die Genehmigung erteilt, dort ein Waisenhaus für die AIDS-kranken Waisen einzurichten und zu betreiben. Dies ist natürlich mit enormen Kosten verbunden und der Kostenzuschuß der Kommune wird, wenn überhaupt einer gezahlt wird, sicherlich nur sehr bescheiden ausfallen und nur unregelmäßig gezahlt.
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